Aktuelle Aktionen für die Verkehrswende und den Klimaschutz

 29.05. Verkehrswende jetzt! Parents4Future rufen auf zur Großdemo und Sternfahrt in Bonn (Hofgarten).

31.05. (ab 19.30 h) Online-Diskussion mit Verkehrminister V. Wissing (FDP) und dem BUND (Anmeldung hier)

Düsseldorfer Reden im Schauspielhaus: Harald Welzer am 22.05.  und Luisa Neubauer am 19.06.  / M. Sanyal im Gespräch mit Yanis Varoufakis  am 05.06. (jeweils So um 11 h).

18./19.06. Dezentrale Aktionstage: Autofreie Tage selber machen – soziale und klimagerechte #MobilitätswendeJetzt! (Aufruf) – Planung folgt.
Infos zu älteren Aktionen mit Bündnis-Teilnahme zur Nachlese hier (mehr …)

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Düsseldorf aktuell – Neues aus den Stadtteilen und Gremien

9€-Monatsticket (ab 1. Juni): Verkaufsstart bei Rheinbahn am 23.05. – Kritiker aus CDU und VCD befürchten Gewöhnung an niedrigen Preis, statt soziale Tickets (und Netzausbau) zu fordern; Umwelthilfe will 365-€-Klimaticket im Anschluss; auch die Bürger fordern niedrigere Preise, „vor allem, wenn man über die Stadtgrenzen hinaus fährt oder mit Einzelfahrscheinen unterwegs ist“. (Umfrage der RP 2019, auch A.Lieb u. J.Ruhnau zur Erinnerung).

 Geschützter Radweg (PBL) auf der Graf-Adolfstr. von der Poststr. zum Graf-Adolf-Platz geplant (RP, 19.05.22), aber nicht bis zum Stresemann-Platz, wofür das Bündnis am 25.02. demonstriert hatte (siehe Beitrag).
Radleitweg von Heerdt nach Gerresheim durch die Innenstadt geplant (Baubeginn 2023?)  – mit weniger Autospuren auf Hansa- und Luegallee, der Jacobistr. u. Wehrhahn; SPD und Grüne dafür, aber CDU-Politiker (so R.Tups, BV4) bremsen, wie gewohnt. (RP, 19.05.22)
Hofgartenrampe-Oederallee wird für Radverkehr an Joseph-Beuys-Ufer angeschlossen, (vgl. RP, 29.05.) und PBL  an der Karlsruher Str. wegen blockierender Autos geplant.
Förderung von Lasten-Fahrrädern wird aufgestockt, Warteliste abgebaut.

30% mehr Radverkehr  im März ’22 gegenüber dem Vorjahresmonat.

Nachbarschaftszonen„, verkehrsberuhigte Wohnstraßen in Vorbereitung (Vorlage OVA am 27.04.); Vorbild ist das „Freiburger Modell„.

Tempo-Limit  gefordert, Anträge der Umwelthilfe für T-30 in 165 Städten. Deutscher Städtetag unterstützt die Initiative „Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten“ für T-30.

Erste Mobilitätsstation der CMD am 03.05.’22 am Stadttor (Lahnweg) in Betrieb; sieben weitere Stationen werden noch 2022 folgen, bis 2030 über 100 in Df. (Video).

Anwohnerparken und Park-Management: Die DUH fordert aktuell für Anwohner-Parkplätze 360 € jährlich. – Das Amt 66 plant ein kostenpflichtiges Anwohnerparken im Flughafenbereich.

Planung Konrad-Adenauerplatz: „zahlreiche offene Fragen und Ungereimtheiten im Hinblick auf die konsequente Umsetzung der Verkehrswendeziele“ (Einschätzung von Birgit Höfer, Vertreterin des BUND im Bündnis).

Tempo-Limit auf Autobahnen für den Klimaschutz von Verkehrsminister-Konferenz gefordert, Umwelthilfe für rasche Umsetzung; DUH fordert zudem Hilfen für Geringverdiener statt Tank-Subventionen, die auch Ökonomen ablehnen. (2021 Anstieg der Treibhausgase um 4,5%) – Der BUND sammelt Unterschriften  für erneuerbare Energie.

Völkerrechtswidriger Krieg in Europa: Für ca 7500 geflüchtete Ukrainier*innen in Df gibt es Hilfen und Beratung, eine Wohnungs-Plattform und Deutschkurse. – Helft mit Spenden! – Gedenken  zum 8. Mai.
Zu älteren – aber noch aktuellen – Beiträgen hier (mehr …)

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Tausende demonstrieren in D’dorf für die Verkehrswende jetzt

„20 % weniger Autos wäre ein Fortschritt.“ (L. Tyra, ADFC)
Für den Umstieg vom Auto aufs Fahrrad braucht es eine weitere Verbesserung der Rad-Infrastruktur, zum Beispiel durch eine schnelle Fertigstellung des Radschnellweges von Neuss über Düsseldorf nach Langenfeld, zudem einen komfortabel getakteten und sozialen ÖPNV, so L. Tyra. Das sind zentrale Forderungen von mehr als 5000 Teilnehmer*innen der  Fuß- und Fahrrad-Demos an die kommende NRW-Landesregierung. – Jesus-Attacis aus Köln prophezeiten Autofahrenden: „Du kannst wieder gehen!“ Auf der Bühne vor dem Landtag sprach u.a. L. Tyra, es gab Musik  und  die beteiligten Organisationen informierten an ihren Ständen. (Video)

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Für eine autofreie, lebenswerte Stadt mit Aufenthaltsqualität – Architekt C. Ingenhoven: „Die Städte vom Auto zurückerobern!“

Eine Stadt für Menschen, statt für Autos – „Auto-freie Städte sind die Zukunft“ (P. Segura, Madrid)

Für die menschenfreundliche Gestaltung der Stadt mit autofreien Plätzen stellen wir beispielhaft die Superblocks in Barcelona (Bild rechts) vor: Vorrang für den Fahrrad- und Fußgängerverkehr, mit wenig Umweltbelastung (die macht lt. aktueller Studie krank),  multifunktional mit Freizeit- und Kultur-Angeboten – ein Vorbild für  Stadtprojekte wie Heinrich-Heine-Platz, Adenauer-Platz (zum Planungsstand B. Höfer), die Kö sowie Pätze in den Stadtteilen. – Viele Städte in Europa sind längst Vorreiter einer erfolgreichen Verkehrswende: Infos zu Barcelona  und Paris, zur Planung der Brüsseler Innenstadt als „Low Traffic Zone„,  zu den „Kiezblocks“ in Berlin und dem Jahnplatz in Bielfeld sowie  zu Ingenhovens Position hier (mehr …)

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Breites Bündnis für Tempo 30 – für Umwelt und Sicherheit

Umwelthilfe fordert Tempolimit in Städten und auf Autobahnen – die CDU blockiert T-30 – Luftreinhalteplan 2022 ohne Weitsicht
Ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis (aus DHU, BUND, VCD u.a.) fordert die Einführung von Tempo 30 innerorts – für Verkehrsberuhigung, Unfallvermeidung, Klimaschutz und weniger Lärmbelästigung; aber die CDU verweist auf die Bundesgesetze, blockiert eine Tempo-Reduzierung auf der Corneliusstr., der Rethelstr. und anderswo. Im „Luftreinhalteplan Düsseldorf“ (2022) wird  auf belasteten Straßen zwar T-30 empfohlen, aber praktisch entsteht ein Flickenteppich von Verkehrszonen: „Mit der von uns geforderten Ausweitung von Tempo 30 auf das gesamte Stadtgebiet hat das nichts zu tun“,  analysiert B. Höfer (BUND).   – Was sagt die Fachwelt? (mehr …)

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Fahrradfahren in der Innenstadt (aus-)weglos und unsicher. – Radstraßen in Neuß, Bremen und anderswo – und in D’dorf?

„Radfahrer sind die Verlierer auf D’dorfs Straßen“ – Lebensqualität durch Radwege
So titelt ein Kommentar zum jüngsten tödlichen Unfall einer jungen Radfahrerin auf der Haroldstr.:  Wer in Düsseldorfs Innenstadt Fahrrad fährt, ist seines Lebens nicht mehr sicher: Fahrradwege enden plötzlich auf der Autofahrspur, wie auf der Graf-Adolf-Straße (Bild links); auf dieser zentralen Ost-West-Verbindung gibt es keinen Radweg, auch nicht auf anderen Innenstadt-Routen. – Und neue Radwege vemindern den Autoverkehr, verbessern die Luft- und Lebensqualität, das zeigt eine Studie der Umwelthilfe.
Zum tödlichen Fahrrad-Unfall, zum Verkehrschaos auf der Kö, zum absurden mittigen Radweg auf der Schadowstr. und zu unseren Stadt-Beispielen für eine gute Fahrrad-Infrastruktur  hier (mehr …)

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Neuer Nahverkehrsplan mit komfortabel getaktetem ÖPNV

Bessere Taktung und Anschlüsse im Stadtbahnnetz, jedoch ohne soziale Ausgestaltung – Armenküche fordert ein 10€-Sozialticket.

Die vom Rat am 10.03. beschlossene Aktualisierung des Nahverkehrsplans – ursprünglich im Mai 2017 aufgestellt –  beabsichtigt „das Angebot von Bussen und Bahnen im Stadtgebiet kurzfristig zu optimieren“, dient damit der „Weiterentwicklung der Mobilitätsangebote in Düsseldorf“, besonders des ÖPNV.
Obwohl die Neu-Planung auch die Finanzierung und den „Dienstleistungsauftrag“ der Rheinbahn betrifft, findet sich kein Hinweis auf eine soziale Gestaltung der Tarife, z.B. auf ein 365-Tage-Ticket, wie es im Mobilitätsplan D gefordert wird. – Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf eine Leser-Umfrage der RP, bei der die Befragten sich eine deutlichee Senkung der Tarife wünschten (RP, 22.07.2019), den heutigen Kommentaren von A. Lieb und J. Ruhnau zur Erinnerung! Hier (mehr …)

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OB Keller vertritt in ADFC-Kritik die Ideologie der Autokultur

Der Ideologe ruft: Weg mit der Ideologie, rettet den Autoverkehr!
OB Stephan Keller will dem ADFC und ausdrücklich den Düsseldorf Bürger*innen in seinem Offenen Brief mal so richtig sagen, was dem Autofahrer auf dem Herzen liegt: Die fragend formulierte Forderung des ADFC (Schreiben an Keller), den Autoverkehr zugunsten des Radverkehrs zurückzudrängen,  also eine Umverteilung des öffentlichen Raums – entsprechend des gültigen „Mobilitätsplan D“ – vorzunehmen, sei „ideologische Verkehrspolitik“ und „ideologische Bekämpfung des Autos“; das stattdessen propagierte „Miteinander statt Gegeneinander“ von Auto und Fahrrad bedeutet praktisch jedoch, dass der vom Auto beanspruchte öffentliche Raum nicht für die Verkehrswende angetastet werden: Das ist „pragmatische Verkehrspolitik“.
Was hier als pragmatisch daherkommt, ist nichts anderes als die ideologisch verbrämte Verteidigung des Status quo einer systematisch auf das Auto zugeschnittenen Stadtentwicklungs-Politik nach 1945; deren tradierte Leitlinie: Es bleibt, wie es geworden ist, und wer das ändern will, denkt ideologisch. – Mit dieser verquasten Autokultur-Ideologie wird’s nichts mit der „Fahrradstadt Düsseldorf“, Herr Keller! (mehr …)

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Parkraumbewirtschaftung in 13 Bezirken – erst Bilk und Flingern. CMD baut 2022 acht Mobilstationen.

Reduzierung von Parkplätzen, erhöhte Gebühren für das Anwohnerparken, mehr Platz für’s Fahrrad
Endlich wurde im Verkehrsausschuss die Parkraumbewirtschaftung samt Anwohnerparken als Planungsvorhaben beschlossen, ein wichtiger Teil des Mobilitätsplans D, zwei Jahre nach seiner Verabschiedung. Zunächst soll für die Bezirke Bilk und Flingern-Nord ein „Werkzeugkasten“ mit Maßnahmen entwickelt werden; das Ziel dabei ist, „Straßenraum zugunsten der Nahmobilität umzuverteilen und Parken im öffentlichen Raum neu zu ordnen“ (Mobilitätsplan); das soll Fremdparker aus Wohngebieten fernhalten und Platz für Fahrrad- und Fußverkehr schaffen.
Um Autofahrer zum Umstieg auf Fahrrad oder ÖPNV zu motivieren, soll die Stadttochter CMD (Connected Mobility D’dorf) 2022 zunächst acht Mobilstationen an festgelegten Orten bauen, mit Fahrradgaragen (Bild), Shared-Mobility-Angeboten, E-Lade-Säulen und Fahrrad-Reparatur. – Auch der Auto-Club Europa (ACE) fordert ein Parkraum-Konzept mit „sensorgestützter Parkzeitkontrolle und -abrechnung“ wie in den USA. – Zu  Parkraumbewirtschaftung und Mobilstationen (mehr …)

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