Aktuelle Aktionen für die Verkehrswende und den Klimaschutz

 

14.07. Vorbereitungstreffen für die Kö-Aktion (s.u.) ab 18 Uhr im Salzmannbau (2. Et.)

03.09. (ab 11 h) Mobilstation am Friedensplätzchen von der CMD feierlich eröffnet (Info), mit Stand der Mobilitätswende, Info-Angeboten, Musik u. Snacks.

16.09. Parking Day: zentraler Aufruf; Aktionen auf der Kö geplant, für eine autofreie Kö. (Städte-Vergleich zum Bewohnerparken, Material und Beitrag unten).
17.09. Parking-Day: Die Verkehrwacht Df macht  Auto-Parkplätze zu Parks.
Infos zu älteren Aktionen mit Bündnis-Teilnahme hier (mehr …)

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Düsseldorf aktuell – Neues aus den Stadtteilen und Gremien

 9€-Monatsticket: Positive Resonanz der Nutzer*innen, trotz Kritik aus CDU und VCD (!), denn soziale Tickets und Netzausbau sind sinnvoll; die Verbraucherzentralen fordern ein 29€-Monatsticket, die Umwelthilfe will ein 365-€-Klimaticket im Anschluss; auch Bürger aus Df fordern niedrigere Preise, „vor allem, wenn man über die Stadtgrenzen hinaus fährt oder mit Einzelfahrscheinen unterwegs ist“. (Umfrage der RP 2019, deren Redakteuren Lieb u. Ruhnau zur Erinnerung). – Finanzierung? Durch einen Teil der 19 Mia. Auto-Subventionen jährlich.

OB Keller will „öffentlichen Raum neu aufteilen“: Platz für benötigte Radwege anstelle von Parkplätzen, wenn „Mehrwert“ entsteht (RP-Interview, 27.11.) – Wir meinen: Radwege sind nötig und deshalb „mehr wert“! (Unsere Kritik an OB Keller)

Realität für RadfahrerRadweg Am Trippelsberg / Ausbau Reisholzer Hafen: Stadt verwirft PBL aufgrund des OVG-Verbots-Urteils, das den gesamten Straßenraum den Firmen vorbehält, trotzdem: Aurelis, Grundstück-Aufkäufer im Gewerbe-Gebiet, plant einen neuen Radweg. (Bericht der BI Hafenalarm / unsere Demos).

24% mehr Radverkehr als im Vorjahr; großer Fahrradnetzplan im Rathaus ausgelegt; J. Kral und OB Keller empfehlen Fahrrad-Fahren (Pressedienst 2.6.22), dafür ist aber konsequenter Radweg-Ausbau nötig.
Geschützter Radweg (PBL) auf der Graf-Adolfstr. von der Poststr. zum Graf-Adolf-Platz geplant (RP, 19.05.22), aber nicht bis zum Stresemann-Platz, wofür das Bündnis am 25.02. demonstriert hatte.
Ost-West Radleitweg durch die Innenstadt geplant (Baubeginn erst 2024)  – mit weniger Autospuren auf Hansa- und Luegallee, Jacobistr. u. Wehrhahn; SPD und Grüne dafür, aber CDU-Politiker wie R.Tups (BV4) bremsen (RP, 08.06.22); aber schöne Worte: CDU-Verkehrsexperte Rütz sieht die Fahrradstadt Den Haag als Vorbild (Aussage zum Besuch der Radkommission  dort).
Förderung von Lasten-Fahrrädern wird aufgestockt, Warteliste abgebaut.

PBL  an der Karlsruher Str. wegen blockierender Autos geplant.

Tempo 30 innerorts: Anträge der Umwelthilfe (DUH) und Mitmach-Aktion für T-30 in 165 Städten (gegen DUH-Geschäftsführer Resch Mordrohungen); Unterstützung für T-30 auch vom ACE (Vision Zero). Der Deutsche Städtetag fordert „Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten“. (Hier weitere Infos)

Erste Mobilitätsstation der CMD am 03.05.’22 am Stadttor (Lahnweg) in Betrieb; sieben weitere Stationen werden noch 2022 folgen, bis 2030 über 100 in Df. (Video und weitere Infos)

Anwohnerparken und Park-Management: Die DUH fordert aktuell für Anwohner-Parkplätze 360 € jährlich. – Das Amt 66 plant ein kostenpflichtiges Anwohnerparken im Flughafenbereich. – Beispiel Tübingen.

Planung Konrad-Adenauerplatz: „zahlreiche offene Fragen und Ungereimtheiten im Hinblick auf die konsequente Umsetzung der Verkehrswendeziele“ (Einschätzung von B. Höfer, Vertreterin des BUND im Bündnis, und unsere Infos zu lebenswerten Städten).

Tempo-Limit auf Autobahnen für den Klimaschutz von Verkehrsminister-Konferenz gefordert, Umwelthilfe für rasche Umsetzung; DUH fordert zudem Hilfen für Geringverdiener statt Tank-Subventionen, die auch Ökonomen ablehnen. (2021 Anstieg der Treibhausgase um 4,5%) – Der gewerkschaftsnahe ACE (Autoclub Europa) fordert  ein befristetes T-100 auf Autobahnen.

Völkerrechtswidriger Krieg in Europa: Für ca 7500 geflüchtete Ukrainier*innen in Df gibt es Hilfen und Beratung, eine Wohnungs-Plattform und Deutschkurse. – Helft mit Spenden! – Gedenken  zum 8. Mai.
Zu älteren – aber noch aktuellen – Beiträgen hier (mehr …)

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Tausende demonstrieren in D’dorf für die Verkehrswende jetzt

„20 % weniger Autos wäre ein Fortschritt.“ (L. Tyra, ADFC)
Für den Umstieg vom Auto aufs Fahrrad braucht es eine weitere Verbesserung der Rad-Infrastruktur, z.B. durch eine schnelle Fertigstellung des Radschnellweges von Neuss nach Langenfeld, zudem einen komfortabel getakteten und sozialen ÖPNV, so L. Tyra in einer Ansprache. Das sind zentrale Forderungen von mehr als 5000 Teilnehmer*innen der  Fuß- und Fahrrad-Demos an die NRW-Landesregierung. – Jesus-Attacis aus Köln prophezeiten Autofahrenden: „Du kannst wieder gehen!“  (Video) (mehr …)

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Für eine autofreie, lebenswerte Stadt mit Aufenthaltsqualität – Architekt C. Ingenhoven: „Die Städte vom Auto zurückerobern!“

Eine Stadt für Menschen, statt für Autos – „Auto-freie Städte sind die Zukunft“ (P. Segura, Madrid)

Für die menschenfreundliche Gestaltung der Stadt mit autofreien Plätzen stellen wir beispielhaft die Superblocks in Barcelona (Bild rechts) vor: Vorrang für den Fahrrad- und Fußgängerverkehr, mit wenig Umweltbelastung (die macht lt. aktueller Studie krank),  multifunktional mit Freizeit- und Kultur-Angeboten – ein Vorbild für  Stadtprojekte wie Heinrich-Heine- und Adenauer-Platz (zum Planungsstand B. Höfer), die Kö sowie Pätze in den Stadtteilen. – Viele Städte in Europa sind längst Vorreiter einer erfolgreichen Verkehrswende: Infos zu Barcelona  und Paris (mit Arte-Video), zur „Low Traffic Zone“ in der Brüsseler Innenstadt, zu den „Kiezblocks“ in Berlin, dem Jahnplatz in Bielfeld sowie zu Ingenhovens Position (mehr …)

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Breites Bündnis für Tempo 30 – für Umwelt und Sicherheit

Umwelthilfe fordert Tempolimit in Städten und auf Autobahnen – die CDU blockiert T-30 – Luftreinhalteplan 2022 ohne Weitsicht
Ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis (aus DHU, BUND, VCD u.a.) fordert die Einführung von Tempo 30 innerorts – für Verkehrsberuhigung, Unfallvermeidung, Klimaschutz und weniger Lärmbelästigung; aber die CDU verweist auf die Bundesgesetze, blockiert eine Tempo-Reduzierung auf der Corneliusstr., der Rethelstr. und anderswo. Im „Luftreinhalteplan Düsseldorf“ (2022) wird  auf belasteten Straßen zwar T-30 empfohlen, aber praktisch entsteht ein Flickenteppich von Verkehrszonen: „Mit der von uns geforderten Ausweitung von Tempo 30 auf das gesamte Stadtgebiet hat das nichts zu tun“,  analysiert B. Höfer (BUND).   – Was sagt die Fachwelt? (mehr …)

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Fahrradfahren in der Innenstadt (aus-)weglos und unsicher. – Radstraßen in Neuß, Bremen und anderswo – und in D’dorf?

„Radfahrer sind die Verlierer auf D’dorfs Straßen“ – Lebensqualität durch Radwege
So titelt ein Kommentar zum jüngsten tödlichen Unfall einer jungen Radfahrerin auf der Haroldstr.:  Wer in Düsseldorfs Innenstadt Fahrrad fährt, ist seines Lebens nicht mehr sicher: Fahrradwege enden plötzlich auf der Autofahrspur, wie auf der Graf-Adolf-Straße (Bild links); auf dieser zentralen Ost-West-Verbindung gibt es keinen Radweg, auch nicht auf anderen Innenstadt-Routen. – Und neue Radwege vemindern den Autoverkehr, verbessern die Luft- und Lebensqualität, das zeigt eine Studie der Umwelthilfe.
Zum tödlichen Fahrrad-Unfall, zum Verkehrschaos auf der Kö, zum absurden mittigen Radweg auf der Schadowstr. und zu unseren Stadt-Beispielen für eine gute Fahrrad-Infrastruktur  hier (mehr …)

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Neuer Nahverkehrsplan mit komfortabel getaktetem ÖPNV

Bessere Taktung und Anschlüsse im Stadtbahnnetz, jedoch ohne soziale Ausgestaltung – Armenküche fordert ein 10€-Sozialticket.

Die vom Rat am 10.03. beschlossene Aktualisierung des Nahverkehrsplans – ursprünglich im Mai 2017 aufgestellt –  beabsichtigt „das Angebot von Bussen und Bahnen im Stadtgebiet kurzfristig zu optimieren“, dient damit der „Weiterentwicklung der Mobilitätsangebote in Düsseldorf“, besonders des ÖPNV.
Obwohl die Neu-Planung auch die Finanzierung und den „Dienstleistungsauftrag“ der Rheinbahn betrifft, findet sich kein Hinweis auf eine soziale Gestaltung der Tarife, z.B. auf ein 365-Tage-Ticket, wie es im Mobilitätsplan D gefordert wird. – Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf eine Leser-Umfrage der RP, bei der die Befragten sich eine deutlichee Senkung der Tarife wünschten (RP, 22.07.2019), den heutigen Kommentaren von A. Lieb und J. Ruhnau zur Erinnerung! Hier (mehr …)

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OB Keller vertritt in ADFC-Kritik die Ideologie der Autokultur

Der Ideologe ruft: Weg mit der Ideologie, rettet den Autoverkehr!
OB Stephan Keller will dem ADFC und ausdrücklich den Düsseldorf Bürger*innen in seinem Offenen Brief mal so richtig sagen, was dem Autofahrer auf dem Herzen liegt: Die fragend formulierte Forderung des ADFC (Schreiben an Keller), den Autoverkehr zugunsten des Radverkehrs zurückzudrängen,  also eine Umverteilung des öffentlichen Raums – entsprechend des gültigen „Mobilitätsplan D“ – vorzunehmen, sei „ideologische Verkehrspolitik“ und „ideologische Bekämpfung des Autos“; das stattdessen propagierte „Miteinander statt Gegeneinander“ von Auto und Fahrrad bedeutet praktisch jedoch, dass der vom Auto beanspruchte öffentliche Raum nicht für die Verkehrswende angetastet werden: Das ist „pragmatische Verkehrspolitik“.
Was hier als pragmatisch daherkommt, ist nichts anderes als die ideologisch verbrämte Verteidigung des Status quo einer systematisch auf das Auto zugeschnittenen Stadtentwicklungs-Politik nach 1945; deren tradierte Leitlinie: Es bleibt, wie es geworden ist, und wer das ändern will, denkt ideologisch. – Mit dieser verquasten Autokultur-Ideologie wird’s nichts mit der „Fahrradstadt Düsseldorf“, Herr Keller! (mehr …)

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Parkraumbewirtschaftung in 13 Bezirken – erst Bilk und Flingern. CMD baut 2022 acht Mobilstationen.

Reduzierung von Parkplätzen, erhöhte Gebühren für das Anwohnerparken, mehr Platz für’s Fahrrad
Endlich wurde im Verkehrsausschuss die Parkraumbewirtschaftung samt Anwohnerparken als Planungsvorhaben beschlossen, ein wichtiger Teil des Mobilitätsplans D, zwei Jahre nach seiner Verabschiedung. Zunächst soll für die Bezirke Bilk und Flingern-Nord ein „Werkzeugkasten“ mit Maßnahmen entwickelt werden; das Ziel dabei ist, „Straßenraum zugunsten der Nahmobilität umzuverteilen und Parken im öffentlichen Raum neu zu ordnen“ (Mobilitätsplan); das soll Fremdparker aus Wohngebieten fernhalten und Platz für Fahrrad- und Fußverkehr schaffen.
Um Autofahrer zum Umstieg auf Fahrrad oder ÖPNV zu motivieren, soll die Stadttochter CMD (Connected Mobility D’dorf) 2022 zunächst acht Mobilstationen an festgelegten Orten bauen, mit Fahrradgaragen (Bild), Shared-Mobility-Angeboten, E-Lade-Säulen und Fahrrad-Reparatur. – Auch der Auto-Club Europa (ACE) fordert ein Parkraum-Konzept mit „sensorgestützter Parkzeitkontrolle und -abrechnung“ wie in den USA. – Zu  Parkraumbewirtschaftung und Mobilstationen (mehr …)

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