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Am 27.1.24 präsentierten sich Organisationen u. Initiativen: neben unserem Bündnis auch Greenpeace, der ADFC, die Psychologists ForFuture, Extinction Rebellion (XR), die Baum-Schutzgruppe und viele andere. Das „D’haus“ leitete so seine Initiative für klimaneutrales Theater ein, zeigte am Abend  „Peer Gynt“,  eine klimaneutrale, experimentelle – schwierige – Inszenierung.
Bei der gut besuchten Podiums-Diskussion im Foyer (Bild oben) gefiel besonders die Sprecherin der PsychologistsFF, K. von Bronswijk (Bild li.), die eine schnellere Umsetzung d. Mobilitätswende forderte. Mit auf dem Podium: Verkehrsdezernent J. Kral, der Wuppertaler OB Dr. U. Schneidewind. Aktive von XR verwiesen mit ihrem Schneckengang vor dem Publikum (Bild) auf die Langsamkeit der Verkehrswende, bei viel Beifall. Zur Diskussion hier
Anfangs erinnerten XR-Aktive die beiden Politiker mit einem Erdball an deren Verantwortung für das Klima, was sie wie sprachlos erscheinen ließ. Der Wuppertaler OB U. Schneidewind zeigte die Schwierigkeiten auf, gewünschte Verkehrswende-Maßnahmen umzusetzen, angesichts des Widerstands auto-affiner Kreise – „Kampf um jeden Parkplatz“ – und wegen der auto-orientierten Verkehrsgesetze aus den 60-iger Jahren: Die geltende StVO verbietet z.B. Tempo 30 auf Durchgangs-Straßen bzw. als flächendeckende Maßnahme. Ähnlich argumentierte Verkehrsdezernent J. Kral (Bild li), lobte – zu recht – das ehrgeizige Programm der CMD zum Bau von Mobilstationen, ohne aber das Haupthemmnis in D’dorf zu benennen: die CDU und OB Keller, der aus Rücksicht auf die traditionelle Autofahrer-Klientel – hier bekanntlich recht stark – so manche Maßnahme ausbremst, u.a. die Umsetzung der Merit-Studie zur Erreichung von Klimaneutralität bis 2035. Darauf angesprochen, reagierte J. Kral ausweichend – aus Loyalität zum OB, verständlich, aber nicht Orientierung gebend im Sinne K. von Bronswijks: Sie forderte, zusammen mit der Moderatorin, politische Vorbilder, die zukunftsfähige Verkehrs-Konzepte repräsentieren und umsetzen.
Das Bild links zeigt Ulla an unserem Bündnis-Stand; im Hintergrund sieht man die aktuelle Präsentation des Bündnisses. Im Rahmen der Diskussionen über unsere Kampagne zur Verkehrsberuhigung haben wir 29 neue Unterschriften gesammelt (insgesamt damit nun knapp 200) und viel Zustimmung zu unseren Forderungen erhalten – u.a. für Tempo 30 auf vielen Straßen und mehr Platz für den Umweltverbund.
Wir danken dem Schauspielhaus für die Organisation der Klimamesse und der interessanten Podiumsdiskussion! Und  wir verweisen auf die erneute Planung einer klimafreundliche Maßnahme am 18.02.: Zu der Aufführung von Peer Gynt sollen alle Zuschauer*innen mit dem Umweltverbund kommen, sie werden bei Bedarf für die Fahrt zum D’haus sogar abgeholt. (->Programm)