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Rückmeldungen/Kommentare an Web-Moderator D. Wöske: detlev-verkehrswende@posteo.de

Kidical Mass: Unterschriften für ein kinderfreundliches Straßenverkehrsrecht; Übergabe am 24.09. an Dezernent J. Kral.

Umwelthilfe klagt gegen die Bundesregierung  gegen das „gesetzeswidrige Programm“ zum Klimaschutz von Minister Wissing, für „Tempo 100 auf Autobahnen, das 365-Euro-Klimaticket und ein Ende der Klimakiller-Subventionen“ (DUH, 05.09.22) bzw. des klimaschädlichen Dienstwagen-Privilegs DUH, 15.09.22).

Fahrradklima-Test des ADFC ’22 – Macht bei der Umfrage für Verbesserungen im Radverkehr.

9€-Monatsticket verlängern oder preisgünstiges Klimaticket einführen: Die Verbraucher-Zentralen fordern z.B. ein 29€-Monatsticket, die Umwelthilfe und der BUND entsprechend ein 365 €-Jahresticket. Finanzierung dafür (ca 4 Mia € pro Jahr)  durch einen Teil  der 19 Mia. Auto-Subventionen, etwa durch Wegfall des klimaschädlichen Dienstwagenprivilegs (jährlich mehr als 3 Mia €, bis zu 154.000 € pro Auto). Diskutiert wird ein 29 €-Ticket, wie in Berlin nun beschlossen.

Die aktuelle Vergleichs-Studie von Greenpeace beweist aufwändig die Vorteile eines preisgünstigen ÖPNV-Tickets (dazu Infos). Auch Düsseldorfer*innen fordern niedrigere Preise, „vor allem, wenn man über die Stadtgrenzen hinaus fährt oder mit Einzelfahrscheinen unterwegs ist“. (Umfrage der RP 2019, den Redakteuren Lieb u. Ruhnau zur Erinnerung). –

Radweg auf Graf-Adolf-Str. und Aufenthaltsqualität durch Wegfall zweier Fahrspuren, Vorschlag von H.-G. Oepen (Vorsitzender der ISG), dafür hatte auch unser Bündnis am 25.02.22 demonstriert. (Straßen-Historie hier)

Lützerath kann bleiben laut neuer Studie (dazu Unterschriften und Infos).

Tempo 30 innerorts: Anträge der Umwelthilfe (DUH) und Mitmach-Aktion für T-30 in 165 Städten (gegen DUH-Geschäftsführer Resch deswegen Mordrohungen); Unterstützung für T-30 auch vom ACE (Vision Zero). Der Deutsche Städtetag fordert „Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten“. (Düsseldorfer Lärmschutzkarte für T-30-Forderungen, OVA-Beschluss für weitere T30-Zonen u. Analyse)

Anwohnerparken und Park-Management: Anwohner-Parkplätze sollen lt. DUH  360 € jährlich kosten, lt. N. Czerwinski (Vorsitzender im OVA) mindestens 200 €, evt. nach Autotypen gestaffelt (RP-Interview, 01.08.22), wie z.B. in Tübingen.

Autofreie Zonen: Die Straßen rund um den Carlsplatz sollen autofrei werden, aber die  Autokultur-Verteidiger der RP wähnen einen „Schock für Autofahrer„. – Obere Friedrichstr. als Fußgängerzone: Plan von Bezirksbürgermeister D.Wolf für eine lebenswerte Stadt.

Altstadt-Poller abgelehnt, trotz Forderungen nach Aufenthaltsqualität u. Lärmschutz.

OB Keller will „öffentlichen Raum neu aufteilen“: Platz für benötigte Radwege anstelle von Parkplätzen, wenn „Mehrwert“ entsteht (RP-Interview, 27.11.) – Wir meinen: Radwege sind nötig und deshalb „mehr wert“! (Unsere Kritik an OB Keller)

24% mehr Radverkehr als im Vorjahr; großer Fahrradnetzplan im Rathaus ausgelegt; J. Kral und OB Keller empfehlen Fahrrad-Fahren (Pressedienst 2.6.22), dafür ist aber konsequenter Radweg-Ausbau nötig.
Förderung von Lasten-Fahrrädern aufgestockt, über 1600 Anträge wurden bewilligt.
Radweg an der Haroldstr. wird nach Fahrradunfall (10/2021) endlich gesichert (Presse-Link).
Protected Bikelane (PBL) wird an Karlsruher Str. für Fahrradsicherheit eingerichtet.

Neue Radstellplätze in Df eingerichtet, aber weiterhin Baustopp für Fahrradturm in Bilk.

Ost-West Radleitweg durch die Innenstadt geplant (Baubeginn erst 2024)  – mit weniger Autospuren auf Hansa- und Luegallee, Jacobistr. u. Wehrhahn; SPD und Grüne dafür, aber CDU-Politiker wie R.Tups (BV4) bremsen (RP, 08.06.22); aber schöne Worte: CDU-Verkehrsexperte Rütz sieht die Fahrradstadt Den Haag als Vorbild (Aussage zum Besuch der Radkommission  dort).

Realität für RadfahrerRadweg Am Trippelsberg / Ausbau Reisholzer Hafen: Stadt verwirft PBL aufgrund des OVG-Verbots-Urteils, das den gesamten Straßenraum den Firmen vorbehält, trotzdem: Aurelis, Grundstück-Aufkäufer im Gewerbe-Gebiet, plant einen neuen Radweg. (Bericht der BI Hafenalarm / unsere Demos).

Erste Mobilitätsstation der CMD am 03.05.’22 am Stadttor (Lahnweg) in Betrieb; sieben weitere Stationen werden noch 2022 folgen, bis 2030 über 100 in Df. (Video und weitere Infos). – Am Friedensplätzchen wird die 2. Station am 03.09. feierlich eröffnet.

Planung Konrad-Adenauerplatz: „zahlreiche offene Fragen und Ungereimtheiten im Hinblick auf die konsequente Umsetzung der Verkehrswendeziele“ (Einschätzung von B. Höfer, Vertreterin des BUND im Bündnis, und unsere Infos zu lebenswerten Städten).

Tempo-Limit auf Autobahnen für den Klimaschutz von Verkehrsminister-Konferenz gefordert, Umwelthilfe für rasche Umsetzung; DUH fordert zudem Hilfen für Geringverdiener statt Tank-Subventionen, die auch Ökonomen ablehnen. (2021 Anstieg der Treibhausgase um 4,5%)

Der gewerkschaftsnahe ACE (Autoclub Europa) fordert  ein befristetes T-100 auf Autobahnen. Weitere Infos hier.

Völkerrechtswidriger Krieg in Europa: Für ca 7500 geflüchtete Ukrainier*innen in Df gibt es Hilfen und Beratung, eine Wohnungs-Plattform und Deutschkurse; Spendenstelle „Düsselshare“ am Wehrhahn wiedereröffnet. Helft mit Spenden!
Zu älteren – aber noch aktuellen – Beiträgen hier

Lützerath soll bleiben – so der Beschluss des Bundestags, aber die NRW-Regierung stellt sich taub. (Unsere Infos)

Skandalöses Urteil zugunsten Skandalfirma: Hille&Müller erwirkt beim OVG Münster, wohl in Absprache mit der IHK, dass der ausge-x-te Fahrradstreifen Am Trippelsberg beseitigt und der gesamte Straßenraum den Firmen kostenlos überlassen wird (Bericht und Beitrag zur PBL Trippelsberg)

Radschnellweg von Uni nach Garath kommt: konkrete Planung aber erst ab 2024; irgendwann dann per Rad von Neuß nach Monheim.

Die Haroldstr. – eine Flaniermeile der Zukunft? (Antenne Df, 29.03.22)

„Nachbarschaftszonen“, verkehrsberuhigte Wohnstraßen in Vorbereitung (Vorlage OVA am 27.04.); Vorbild ist das „Freiburger Modell„.

Multifunktionale Stadt als Konzept nun auch in D’dorf geplant, z.B. in Flingern für das Metro-Gelände: lebenswerte, autofreie Räume mit Wohnen, Gewerbe, Diensten und Kultur (Pressedienst, 11.02.22, mehr im Beitrag „Lebenswerte Städte“).

Tradition der Autokultur: 2021 wieder mehr Verkehrsverstöße und Rowdytum auf D’dorfs Straßen gegenüber dem Vorjahr (Pressedienst, 10.02.22), besonders ärgerlich: zugeparkte Radwege.

Falschparken in Bayern gefördert: Nicht der Falschparker, sondern der Melder wird bestraft – Umwelthilfe fordert, „widerrechtlich parkende Autos konsequent zu beseitigen“ (DUH, 22.03.22).

Ausbau des ÖPNV geplant: OVA beschließt am 09.02.22 Steigerung des ÖPNV-Anteils am Nahverkehr von 21% (2017) auf 24% bis 2030 und kürzere Taktzeiten.

CDU gegen Anwohner (I): Die BV 7 stimmt (am 26.01.22) für Poller auf Gerresheimer Plätzen – für Menschen statt Autos, die CDU aber votiert für Durchgangsverkehr, gegen die Anwohner-Interessen. Dasselbe Spiel bei Tempo 30 auf der Bertastr.: Parteien dafür, aber CDU dagegen (RP, 12.02.21).

CDU gegen Anwohner (II): Alle Parteien – außer CDU – waren sich in der BV einig, Alter Markt und Gerricusplatz in Gerresheim müssen gegen den Autoverkehr geschützt werden, deshalb die (Wieder-) Einrichtung eines Pollers. Nur die CDU mit Beziersbürgermeister I. Rayermann favorisiert den privaten Autoverkehr mit der absurden Begründung, die Absprerrung diene nur „einseitigem Anwohnerinteresse“; dagegen Eva Mörger (Grüne): „Diese beiden Plätze gehören den Menschen, nicht den Autos“ (Zitate lt. RP, 27.01.22, C6). So sehen wir das auch! (Siehe dazu den Beitrag „Für eine autofreie, lebenswerte Stadt mit Aufenthaltsqualität“).

12.01.22 – unsinniges Parkhaus am Südpark: Der Beschluss des OVA, durch einen Änderungsantrag von Grünen/CDU korrigiert, stellt den von der Verwaltung geplanten Bau eines Parkhauses am Südpark unter den Vorbehalt, dass eine Bedarfsuntersuchung erst den Sinn eines solchen Baus – Kosten über 12 Mio €! – feststellen soll. – Dies ist auch nötig, denn wer will von möglichen Einpendlern – etwa 300.000 täglich (Situation 2019) – schon ein kostenflichtiges Parkhaus in Anspruch nehmen, wenn die zentralen Staus nach D’dorf bereits passiert sind? Deshalb wird die Verwaltung in dem Beschluss auch aufgefordert, zunächst „intensiviertes Parkraummanagement im Innenstadtbereich, Reduktion der Fahrtgeschwindigkeiten und Flächenumverteilung zugunsten des Umweltverbundes“ umzusetzen – was übrigens der Merit-Studie des Umweltamtes entspricht – und weitere Standorte für P&R („z.B. an den Autobahnkreuzen Hilden, Breitscheid, Kaarst“) zu prüfen.