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Zur umfangreichen Bündnis-Präsentation im Open Space (K20, 27.11.21), zum Klimastreik in Df (24.09.21) und zu bisherigen Aktionen mit Bündnis-Teilnahme

27.11.21 (14-17 h) Bündnis-Vorstellung: Das Bündnis Mobilitätswende präsentiert sich im Open Space des K20 (Kunstsammlung am Grabbeplatz 5). Das anspruchsvolle Programm (13.11.21 – 13.02.22) unter dem Motto „Nichts als Zukunft“ mit Veranstaltungen zur Vision einer klimafreundlichen Stadt für Menschen hier als Flyer.
Unsere Veranstaltung bot eine Vielfalt von Mitmachaktionen, die den BesucherInnen die Möglichkeit gaben, ihre Vorstellungen von der notwendigen Verkehrswende in D’dorf darzustellen. So konnten sie auf einer Stadtkarte Problempunkte – insbesondere für den Fahrradverkehr – beschreiben, aber auch gute Lösungen markieren, indem sie Klebepunkte auf der Stadtkarte anbrachten und Erläuterungen auf Karteikarten hinzufügten – für eine lebenswerte Stadt.
Zudem konnten Wünsche für eine konsequente Verkehrswende an die Politik gerichtet werden, und zwar auf Karteikarten, die in drei vorbereitete Boxen (für ÖPNV / Fahrradverkehr / Fußverkehr) eingeworfen wurden.
An einem Weihnachtsbaum aus Metall konnten eigene Vorsätze für die eigene „Verhaltenswende“ – weg vom Auto – angeklammert werden, was allerdings wenig Anklang fand. (Dies entspricht Umfragen, wonach eine Verkehrswende zwar mehrheitlich gewünscht wird, trotzdem aber die Bereitschaft, aufs eigene Auto zu verzichten, eher gering ist.)
Viel Aufmerksamkeit fand eine Präsentation auf der Arena-Wand, worin Ziele und Aktionen unseres Bündnisses erläutert und die immer noch beklagenswerte Situation in der „Autostadt Düsseldorf“ dargestellt wurden: Anteil des Fahrrads am Gesamtverkehr (modal split) in D’dorf aktuell etwa bei 18%; zum Vergleich in Bremen 25%, in Münster 40%).
Es soll allerdings auch nicht verschwiegen werden, dass es seit Amtsantritt der schwarz-grünen Rathaus-Koalition einige Verbesserungen beim Ausbau der Fahrradwegstruktur gab, wobei aber meist die von der CDU gesetzte Grenze gilt: keine Planung zu Lasten des Autoverkehrs und seiner Fahrspuren.

Die Besucherzahlen in der reichlich bemessenen Veranstaltungszeit von sind allerdings gering geblieben, was auch an der fehlenden medialen Ankündigung der Open Space-Veranstaltungsreihe „Nichts als Zukunft“ liegt. So gab es beispielsweise in der Rheinischen Post – trotz ausdrücklicher Anfrage beim Leiter der Lokalredaktion – keinen Hinweis auf unsere Veranstaltung, ebenso nicht auf die Talkrunde zur „Zukunft der Stadt“ im Open Space am nachfolgenden Sonntag; so wird diese Zeitung, immerhin in D’dorf meistgelesen, ihrer Verantwortung für eine kulturelle Medienberichterstattung nicht gerecht.

20.11.21 (14 h) Aufstellung eines Trauerfahrrads an der Haroldstr. (Schwanenmarkt) zum Gedenken an die junge Fahrradfahrerin, die am 26.10.21 dort durch einen Fahrfehler einer Autofahrerin ums Leben kam – der Radweg ist nicht gut genug gesichert, soll aber nun mit Absperr-Pollern nachgerüstet werden.

27.10.21 (ab 12 h) Kundgebung für Fahrrad-Anteil von 25% bis 2025

Der ADFC ruft gemeinsam mit dem Bündnis „Aufbruch Fahrrad“ (mit BUND, NABU, Radkomm, VCD) am Landtag zur Stärkung des Radverkehrs auf – Anlass: die Amtseinführung von CDU-Wüst, der von CDU und FPD für ein Weiter-So der Laschet-Politik zum NRW-Ministerpräsident gewählt wurde. (Auf dem Bild links auch Dirk Jansen vom BUND.)

24.09.21 (ab 16:30 h) Bundesweiter Klimastreik: Dem Aufruf zum Klimastreik von Fridays for Future und vielen anderen Organisationen sind in D’dorf 10.000 Menschen gefolgt – mit dem gemeinsamen  Ziel, die Bundestagswahl zur Klimawahl für das 1,5-Grad-Ziel zu machen. Bundesweit haben Hunderttausende für dieses Ziel demonstriert, übrigens auch in Meerbusch.
Aus dem Aufruf zum Klimastreik: „Wir müssen jetzt handeln, um die Klimakrise und das weltweite Artensterben einzudämmen und das 1,5-Grad-Limit des Pariser Klimaabkommens einhalten zu können. Bisher hat die Große Koalition auf den Protest von Millionen Menschen auf den Straßen nur halbherzig reagiert. (…) Wer unsere Stimme für die Bundestagswahl will, muss die Freiheit zukünftiger Generationen schützen und die Lösung der Klimakrise als riesige Gelegenheit begreifen, unsere Gesellschaft moderner, demokratischer und gerechter aufzustellen – für Millionen gute Jobs und ein besseres Leben für alle.
Wir fordern von der zukünftigen Regierung, dass sie
– spätestens 2030 aus der Kohle aussteigt und dafür sorgt, dass Menschen für Kohle nicht ihr Zuhause verlieren.
– die Erneuerbaren auf mindestens 80 % Anteil am Brutto-Stromverbrauch bis 2030 natur- und sozialverträglich ausbaut. (…)
– in attraktiven öffentlichen Nahverkehr und in die Fahrradinfrastruktur investiert, alle neuen Autobahnprojekte stoppt und ein festes Datum für ein sozialverträgliches Ende der Neuzulassung von Verbrennungsmotoren bei PKWs festlegt. Unser Vorschlag ist ein Ausstieg vor 2030.
– sich für eine klima- und umweltfreundliche Landwirtschaft mit fairen Preisen für Erzeuger*innen sowie eine artgerechte und flächengebundene Tierhaltung einsetzt. Sie muss zudem die Agrarsubventionen überwiegend an ökologische Leistungen knüpfen.
– jetzt eine sozial-ökologische Transformation der Wirtschaft einleitet und in klimafreundliche Technologien und Prozesse investiert, statt weiter klimaschädliche Wirtschaftszweige zu subventionieren.
– für gute Löhne sorgt und einen solidarischen Sozialstaat schafft, damit Strom, Wohnen, Lebensmittel und Mobilität klimafreundlich und gleichzeitig für alle bezahlbar sind. (…)

– sich gegen klimaschädliche Abkommen wie CETA und das EU-Mercosur-Abkommen einsetzt, private Schiedsgerichte ablehnt und gemeinsam mit möglichst vielen EU-Staaten aus dem Energiecharta-Vertrag aussteigt, durch den Konzerne vor geheimen Schiedsgerichten gegen die Stilllegung fossiler Kraftwerke klagen können.“

19.09.21 Kidical Mass: Treffen zur Familienfahrradtour auf dem Frankenplatz (D-Derendorf) für sichere Radwege und verkehrsberuhigte Zonen vor Schulen und Kitas. (Petition)

22.08.21 (15-18 h) Hafenfest: Die BI Hafenalarm feiert in Reisholz ihr Sommerfest.

22.08.21 (ab 17 h) Klimawette in Df:  Die Fahrrad-Aktion „Klimawette“ macht Station am Rathaus in D’dorf; Health for Future ruft auf, beim Empfang von Bürgermeisterin C. Gerlach dabeizusein.

27.08.21 (ab 17 h) Klimaschutz statt Laschet: F4F ruft gemeinsam mit der Aktivistin P. Brünger zur Demo auf der Landtagswiese auf, gegen Laschets Klimapolitik, für Windenergie und Kohleausstieg bis 2030.

28.08.21 (ab 13 h) Kein Versammlungsgesetz: An den Rheinterrassen in Df findet eine Großdemo gegen den Entwurf des NRW-Versammlungsgesetzes statt.