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„Wir planen nicht für Autos, sondern für Menschen“
Mit diesen Worten würdigt der Architekt Th. Fenner den OVA-Beschluss (17.4.24), „seinen“ Coneliusplatz autofrei zu gestalten. Demgegenüber fordert der Vorsitzende der IG Kö, P. Wienen, allen Ernstes Parkplätze für Juwelier-Kunden direkt vor dem Schmuckgeschäft und verweist auf das Auto als „Lifestylesymbol“, das in die „DNA der Königsallee“ passe. (Ob solch spinnerte Aussagen aus der Mitte des letzten Jahrhunderts tatsächlich noch die Ansichten vieler Kö-Geschäftleute wiedergeben, die wissen, dass mehr Aufenthaltsqualität auch Vorteile für den Handel bringt?) Th. Fenner dazu: „Wir beschäftigen uns zu sehr mit Parkplätzen und mit Autoverkehr und zu wenig mit der Stadtgesellschaft und anderen Verkehrsteilnehmern.“ (Alle Zitate aus RP, 20.4.24)
Bei der genannten OVA-Sitzung musste Verkehrs-Dezernent J.Kral kleinlaut einräumen, dass  zu dem 2022 gefassten Beschluss zur Kö-Umgestaltung immer noch  keine Planung vorliegt. Auch die für Ende März angekündigte Umsetzungs-Strategie für den „Mobilitätsplan D“ (2019) liegt nicht vor. Hierzu
Umsetzung des Mobilitätsplans D seit Jahren nicht erfolgt – eine Blockade?
Vom Dezernenten keine plausible Begründung für die überfällige Umsetzungsplanung: jaja, die Personalnot, dabei war das Realisierungs-Konzept bei der Beschlussfassung 2019 schon für Ende 2022 vorgesehen (->unsere Anfrage dazu zum OVA am 17.4.24). Wahrscheinlich aber wird die Verwaltungsvorlage von OB Keller verzögert, denn die Zielsetzungen des zukunftsweisenden Mobilitätsplans könnten, wenn umgesetzt, Parkplätze und Zustimmung der ewig gestrigen Auto-Lobby kosten. Dagegen wendet sich unsere Kampagne für ein „Verkhersberuhigtes Düsseldorf mit Aufenthaltsqualität“, worin neben Tempo 30 und autofreien Plätzen die ausstehende Umsetzung des Mobilitätsplan D gefordert wird.

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