Der langfristig geplante Termin der Stadt (!) am 23.08.25 für den Umbau des Platzes vor der Bilker Kirche (Skizze & Bericht 10/24, Bericht 11/24) wurde überraschend vom OB gestoppt – nicht das erste Mal bei einem zukunftsfähigen Verkehrs-Projekt, z.B. bei der gecancelten Rats-Planung für die Graf-Adolf-Str. (Skizze) im Juni ’24 (->Blockadepolitik). Die Absage des – von der Stadt organisierten (!) – öffentlichen Planungstermins für den Sankt-Martin-Platz zeigt erneut ein undemokratisches Vorgehen der Stadtspitze, das die Interessen von Bürger*innen gering schätzt. So bemüht sich die Initiaitve Reallabor Bilker Kirche zusammen mit Anliegern u. Geschäftsleuten sowie der Gemeinde seit Jahren um eine Neugestaltung des Platzes, z.B. mit Bürgerfesten, öffentlichen Dialogen und zuletzt mit einem ganz besonderen Fest:
ktion von Architekturstudenten (HSD) schafft Platz für Menschen
Das Team des Architekturseminars (nebenstehendes Bild) hatte in Absprache mit der Initiative „Reallabor Bilker Kirche“, dem „Viertel-Laden“ und Geschäftsleuten die Verkehrsflächen kunstvoll mit „Follies“ (ästhetische Mittel in der Architektur) gestaltet, für die lange Tafel wurde die Bilker Allee (vor der Kirche) für Autos gesperrt. HierI
m Bild links der für die Aktion abgesperrte Bereich,
der nach Meinung d. Reallabor-Initiative (s.u.) dauerhaft für Aufenthalts-Qualität autofrei bleiben sollte: für soziale u. künstlerische Aktivitäten und Spiel. – Zukunftsmusik, denn die aktuelle Zwischen-Planung hält am Verkehr über die Bilker Allee fest (von Benzenberg- zur Lorettostr.). Im Bild rechts ein Aussichts-Follie, weitere Bilder hier und hier.
eallabor“ veranstaltet Bürgerfest
ie Reallabor-Initiative hatte am 19.03.24 einen Bürgerdialog organisiert, auf dem über 80 Teilnehmer*innen (Bild) ihre Ideen zu vier moderierten Bereichen einbrachten: Soziales Leben & Aufenthaltsqualität / Natur & Klima / Verkehr / Handel & Gastro.Eine Zukunftsplanung mit einer autofreien Zone auf der Bilker Allee (östlich der Bilker Kirche) wird aber nicht realisiert werden, da die Stadt es seit 2022 nicht schafft, eine Umsetzungsplanung für den zukunftsorientierten Mobilitäts-Plan D (2019 verabschiedet) zu erstellen. Stattdessen wird seit Mitte 2024 an einer Zwischenplanung (->Skizze) gearbeitet, die den Martin-Platz aufwertet, allerdings auf der Bilker Allee nebenan den Durchgangsverkehr (von der Benzenberg- zur Lorettostr.) optimiert, ohne autofreie Zone.
Mehr Infos zu Verkehrsberuhigung in D’dorf, Tempo 30 und „Mobilitäts-Plan D“ hier.
In der Initiative Reallabor engagieren sich Aktive aus folgenden Initiativen/Vereinen: Viertel-Laden Bilk, Biolog. Station, Institut für Soziale Innovation, Greenpeace, Studio Elementare Zusammenhänge, Platzgrün, Gemeinde St. Martin Initiative Lorettoviertel, N. Czerwinski (Vorsitz im OVA) und unser Bündnis Mobilitätswende.
„Wenn ich Oberbürgermeister wäre, würde ich die gesamte Innenstadt rund um die Königsallee autofrei machen. Dazu eine Weltklasse-ÖPNV-Verbindung, damit Leute aus dem Umland im Minutentakt einpendeln können. Das wird sowieso irgendwann in großen Städten kommen.“







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